Kowol stellt erste Entwürfe für neuen Bahnhof bei Delkenheim vor

Pressemitteilung

02.12.2020

Kowol stellt erste Entwürfe für neuen Bahnhof bei Delkenheim vor

Am Dienstag, 1. Dezember, berichtete Umwelt- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol im städtischen Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr über die jüngsten Entwicklungen rund um den geplanten Haltepunkt zwischen Wallau (Hofheim am Taunus) und Delkenheim an der Neubaustrecke ‚Wallauer Spange‘.

Bild: Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden

Die Neubaustrecke selbst wird durch die Deutsche Bahn AG errichtet. Diese Baumaßnahmen sollen Ende 2026 abgeschlossen werden. Danach sollen zwei neue Bahnlinien (Hessen-Express) den Wiesbadener Hauptbahnhof durch kurze Fahrzeiten mit dem Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen und den Hauptbahnhöfen in Frankfurt und Darmstadt verknüpfen. Der Flughafenbahnhof mit seinen über 150 Fernverkehrszügen pro Tag ist dann zum RMV-Tarif in nur 17 Minuten vom Wiesbadener Hauptbahnhof aus erreichbar. „Weil der Bahnhof am Flughafen damit von Wiesbaden nur noch einen Katzensprung entfernt ist, bekommen wir mit der Wallauer Spange quasi einen neuen großen Fernbahnhof für Wiesbaden“, so der Verkehrsdezernent.

Neben den Fortschritten im DB-Projekt Wallauer Spange zeigte sich Andreas Kowol allerdings auch „sehr glücklich darüber, dass es uns gelungen ist, einen zusätzlichen Haltepunkt Wallau/Delkenheim in das Projekt zu integrieren, der gleichzeitig von der Deutschen Bahn errichtet wird“. Im Vordergrund der Ausführungen des Dezernenten standen deswegen nicht nur die bahneigenen Planungen, sondern die flankierenden Maßnahmen im Bahnhofsumfeld, die in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit Vertretern der anliegenden Kommunen Wiesbaden, Hofheim und Hochheim vorangetrieben werden. Dass sich Wiesbaden aktiv an diesen Planungen beteiligt, ist für den Verkehrsdezernenten naheliegend: „Die östlichen Vororte Wiesbadens profitieren in besonders großem Umfang von diesem neuen Haltepunkt. Deswegen wollen wir am Bahnhof Wallau/Delkenheim alle denkbaren Verkehrsmittel an einem Punkt verknüpfen, um unseren östlichen Vororten und unseren Nachbarkommunen ein ganz neues Mobilitätsangebot zu ermöglichen. Dafür ziehen wir in der Arbeitsgruppe mit allen Projektpartnern an einem Strang.“

So sehen die aktuellen Planungen am Haltepunkt vor, ein großes P&R-Parkhaus mit bis zu 500 Stellplätzen vor Ort zu errichten, den Haltepunkt über neue Buslinien und acht bis zehn neuen Haltepositionen optimal mit den umliegenden Stadtteilen zu verknüpfen, ausreichend attraktive Fahrradabstellplätze bereitzustellen und auch weitere Maßnahmen, wie Kiss & Ride, Sharing-Angebote und einen Infopunkt mit Kiosk, zu verwirklichen.

Flankiert werden sollen diese Maßnahmen laut Kowol auch durch weitere Infrastrukturen: „Ein besonderes Anliegen ist mir eine Erschließungsstraße zwischen dem Haltepunkt an der Landesstraße L 3017 und der westlich parallel verlaufenden Landesstraße L 3028. Denn so können wir erstens eine schnelle Erreichbarkeit aus allen Richtungen garantieren und zweitens den Durchgangsverkehr durch Delkenheim um mehrere Tausend Fahrzeuge täglich verringern.“ Vorgesehen ist zudem auch eine attraktive Anbindung des Haltepunkts an das lokale und regionale Radverkehrsnetz unter Einbezug einer möglichen Radschnellverbindung zwischen Wiesbaden und Frankfurt.

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HERAUSGEBER:

Pressereferat

der Landeshauptstadt Wiesbaden

Schlossplatz 6

65183 Wiesbaden