Weiterer Schritt zur Wallauer Spange

Wiesbadener Kurier 06.03.2021

Weiterer Schritt zur Wallauer Spange

Wiesbaden, Hofheim und Hochheim unterschreiben Vereinbarung / Plan für „Bahnhof der Zukunft“

WIESBADEN (ml). Die Wallauer Spange rückt ein Stück näher: Die Spitzen der Kommunen Wiesbaden, Hofheim und Hochheim haben eine Vereinbarung unterzeichnet, in der es um die Planung der Infrastruktur rund um den Haltepunkt Wallau geht. Er liegt an der Schnittstelle der künftigen Schienentrasse, die von Wiesbaden zum Frankfurter Flughafen führt, und an der L 3017 von Wallau nach Massenheim.

„Attraktiver Haltepunkt“

Für Wiesbaden haben Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) und Stadtrat Andreas Kowol (Grüne) die Vereinbarung unterschrieben. „Ich freue mich, dass wir mit unserer gemeinsamen Unterschrift einen weiteren Schritt zur Verwirklichung eines attraktiven Bahn-Haltepunktes zwischen Wallau und Delkenheim beschreiten. Es tut dem Projekt gut, dass die drei beteiligten Kommunen dabei im Sinne der Sache an einem Strang ziehen“, sagte Mende. Umwelt- und Verkehrsdezernent Kowol ergänzte: „Unsere östlichen Vororte sind bisher nicht optimal an den überregionalen Schienenverkehr angebunden.“ Er sei deshalb froh, dass nun ein weiterer Meilenstein erreicht sei, um den Haltepunkt Wallau/Delkenheim als gut erreichbaren Verknüpfungspunkt zwischen Bahn, Bus, Fahrrad und Auto zu einem „Bahnhof der Zukunft“ zu gestalten. Dabei sei es wichtig, möglichst wenig Flächen zu verbrauchen, auch wenn das den Planungsaufwand erhöhen werde.

Die neue „Mobilitäts-Ader“ werde zu einer erheblichen Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs im Rhein-Main-Gebiet beitragen, waren sich alle Vertreter einig. Während für den Bau der Schienenstrecke und des Haltepunkts die Deutsche Bahn zuständig ist, liegt das Errichten der Infrastruktur rund um den Haltepunkt bei den drei Kommunen. Sie haben zwei Varianten für die Anlagen erarbeitet. Dazu gehört der Bushaltepunkt mit Wendeschleife und Halteplätzen, der Park+Ride-Platz mit bis zu 500 Stellplätzen sowie eine Bike+Ride-Anlage. Außerdem wird die mögliche Anbindung des Haltepunkts von der L 3017 und von der L 3028 betrachtet. Nächster Schritt wird die Verkehrsuntersuchung sein, die wegen der Corona-Pandemie verspätet beginnt. Mit Ergebnissen werde im Laufe dieses Jahres gerechnet.